der modfather

Veröffentlicht in konzert mit Tags , , , am Oktober 14, 2008 von wecrosscountry

paul weller, 50 – ebenso wie prince, madonna und michael jackson – ein jahrgang, der popgeschichte schrieb,  gastierte gestern abend im wiener konzerthaus. zu ehren des herren mit dem schrillen haarschnitt  (rod steward meets iggy pop) wurde sogar die bestuhlung entfernt. damit die generation 40 plus ordentlich den mod raushängen lassen konnte – „bank-punks“ wie patrick sehr treffend formulierte. nach etwas mauem beginn – wiewohl nicht so klar ist, ob das nicht an der trägheit des mittelalterlichen publikums lag, brachte weller mit dem style council knaller „shout to the top“ die menge zum toben. anschließend wurde aus dem vollen geschöpft – von northern soul nummern zu sixties pop und psychedelic rock, kein genre, wo sich weller nicht drin versuchte, kein genre, wo er nicht außergewöhnliches zu leisten imstande war – von „from the floorboards up“ über „wild wood“ bis zu „wishing on a star“.

spannend auch das akustik set, wo einige nummern aus seinem neuen album „22 dreams“ auf barhockern sitzend zum besten gegeben wurden, sogar tangorhythmen werden auf ihre poptauglichkeit befragt. um dann – zu guter letzt – als zweite zugabe noch den jam-klassiker „town called malice“ zu bemühen…

sehr schön. im großen und ganzen – es ließe sich wohl an der tontechnik rummäkeln – gut informierte kreise erschlossen mir, dass die wellerschen techniker erst eine stunde vor dem konzert anrückten, was für so ein haus – ähm – schlicht zynisch ist. schad drum, denn nicht umsonst heißt das haus: konzerthaus – anyway – patrick und ich, wir beide waren der meinung, ein feines konzert gesehen zu haben.

Paul Weller: From The Floorboards Up (mp3, yousendit Link)

Paul Weller: Come Together (mp3, yousendit Link)

soundtrack…

Veröffentlicht in soundcheck mit Tags , , am September 29, 2008 von wecrosscountry

…zum wahlergebnis 08…

explosions in the sky: it’s natural to be afraid (mp3, yousendit Link)

friends of dean martinez: nowhere to go (mp3, yousendit Link)

townes van zandt: waitin’ around to die (mp3, yousendit Link)

black ace: bad times stomp (mp3, yousendit Link)

the dirty dozen brass band: st. james infirmary (mp3, yousendit Link)



soundcheck

Veröffentlicht in soundcheck mit Tags , , , , am Juli 29, 2008 von wecrosscountry

ich beginn mal mit todd snider – gut, er schaut ein bissl aus wie beck und er quengelt ein bissl wie bob dylan – aber: schlecht??! na holla aber. und ok, er reicht mit seinen texten nicht an einen townes von zandt etc. ran – aber: muss er? nein, nix gegen sowas einzuwenden. wirklich nicht.

Todd Snider: You Got Away With It (MP3, yousendit Link)

Todd Snider: Iron Mike’s Main Man’s Last Request (MP3, yousendit Link)

darüber hinaus muss auch dem bluegrass hier mal reverenz erwiesen werden, mister tim o’brien sei hier ans herz gelegt – hörz euch das an und dann kein schlechtes wort mehr betreffend bluegrass, ja?

Tim O’Brien: Hoss Race (MP3, yousendit Link)

ausgehend vom banjo muss auf matt bauer verwiesen werden und sein wunderbares album „the island moved in the storm“…

Matt Bauer: Rose And Vine (MP3, yousendit Link)

09. april 2008: pfluk und k!fm im cafe frame

Veröffentlicht in event mit Tags , , am April 3, 2008 von wecrosscountry

pfluk und k!fm
dass am 9. april z.b. auch der dritte hochzeitstag von camilla parker bowles und
charles philip arthur george mountbatten-windsor gefeiert werden könnte, darauf verweist uns hochlöblich k!fm bei der übermittlung der einladung ins schmucke frame, was einen wie mich kurz zaudern lassen könnte, dann allerdings – nach den ersten drei takten god save the queen – der versuchung nicht wiederstehen wird können, um den beiden buben beim paltten auflegen zuzusehen und -hören.

soundcheck

Veröffentlicht in soundcheck mit Tags , , am März 18, 2008 von wecrosscountry

devastations

ich hatte ja schon letztes jahr das vergnügen die devastations im chelsea zu sehen und hören, damals mit ihrem 06er album coal. jetzt gibt es das dritte album – yes, u – und sie scheinen noch immer aus dem vollen zu schöpfen. die stimme von conrad standish, dem lead-sänger, erinnert mitunter an matt berninger von the national, aber alles ein bissl lärmiger, auch dunkler. berningers melancholie scheint ersetzt durch die australische wut eines nick cave – und der mann hat einen hüftschwung…

Devastations: Rosa (MP3, yousendit Link)

14. märz 2008: cross country im pulse, ab 21.00 uhr

Veröffentlicht in cross country mit Tags , , , , am Februar 28, 2008 von wecrosscountry

cross country 03/08

es war fantastisch …

Veröffentlicht in konzert mit Tags , , am Februar 23, 2008 von wecrosscountry

neil-young.gif

Zwischen 00.30 und 1 Uhr morgens, in der Nacht vom 22. auf der 23. Februar, konnte beobachtet werden, wie hunderte glückliche Menschen in dieser warmen und windigen Februarnacht zu Fuß über die Reichsbrücke in Richtung Innenstadt zogen. Schuld daran war Neil Young. Er hatte zuvor nicht nur ein vollends mitreißendes, sondern auch mehr als 3 Stunden langes Konzert im Austria-Center abgeliefert und damit die U-Bahn-Heimreise unmöglich gemacht. Taxis waren nicht zu bekommen und so machte man sich halt zu Fuß auf den Weg – bei guter Stimmung kein Problem und gut war sie, die Stimmung am Ende dieses Abends.

Nachdem seine Frau Pegi die Besucher mit einem feinen, rund 40minütigen Country-Set eingestimmt hatte, begann Neil Young gegen 21 Uhr sein Konzert mit From Hank to Hendrix. Eine gute Stunde bestritt er alleine, meist an einer der vielen Gitarren, die um ihn herum aufgebaut waren, hin und wieder auch am großen (A Man Needs a Maid) oder kleinen Klavier (After the Gold Rush). Alleine auf der Bühne wirkte Young mitunter etwas verloren und orientierungslos, nichtsdestotrotz war er an der Gitarre souverän und gut bei Stimme und schenkte dem Publikum schließlich Heart of Gold und Old Man als letzte Songs des Akustik-Sets. Auf das, was nach einer kurzen Umbaupause kommen sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch niemand vorbereitet. Young tauchte mit Band wieder auf und riß das Publikum mit einem großartigen Mr. Soul sofort aus der fast besinnlichen Stimmung des ersten Konzertteiles. Nach zwei oder drei weiteren Songs war der Saal mit den ersten Akkorden von Hey, Hey, My, My auf den Beinen und waren die Gänge und der Bereich am Bühnenrand dicht mit Menschen gefüllt, auch wenn die Security genau das zu verhindern versucht hatte. Die Menschen begannen im Takt zu springen, der Saalboden schwang bedrohlich mit. Gesessen ist ab diesem Zeitpunkt niemand mehr. Über einige Songs aus seinem letzten Album Chrome Dreams II und Klassiker wie Down by the River und Powderfinger (und ein wunderbares, dem verstorbenen Crazy Horse-Mitglied Danny Whitten gewidmetes Winterlong) spielte sich Young ans Ende seiner fast dreistündigen Darbietung, ohne auch nur ein bißchen an Energie oder Spielfreude zu verlieren, im Gegenteil. Die Zugaben brachten Cinnamon Girl und schließlich Rockin’ in the Free World, was den Saalboden wieder in Schwingungen versetzte und ein paar recht jungen Menschen sogar unerwartete Gelegenheit zum Stagediving bot.

Ein unglaubliches, ein fantastisches Konzert. Was Young und seine großartige Band geboten haben, bekommt man nicht alle Tage zu sehen, nicht in Wien und wohl auch nicht anderswo. Ein Konzert des Jahres, ohne Zweifel. Das trau ich mich sagen, obwohl es erst Ende Februar ist.

Doc Holliday

es war rührend…

Veröffentlicht in konzert mit Tags , am Februar 20, 2008 von wecrosscountry

neil young tribute

den quellenchor (= Hotel Prestige, Bell Etage, Thalija, Leeps Akam, Smuggle Goods into the Country) dabei zu lauschen, wie sie im stile alter hippies dem rock’n roll ewiges leben einhauchen wollten, es war duchaus amüsant, die musikgemeinschaft granulat dabei zu beobachten, wie sie dem liedgut von neil young den gogol bordello abringen wollten und auch roscoe fletcher, denen es viel mehr um parallelen zu metallischem ging… sehr lustiger abend!

bruckner.

soundcheck

Veröffentlicht in soundcheck mit Tags , , , , , , , am Februar 1, 2008 von wecrosscountry

da gabs 2 platten 07, die meines erachtens unbedingt noch erwähnt werden müssen.
einerseits: haben earth 07 nach zwei jahren wieder ein album rausgebracht, hibernaculum – und ich erwähne das insbesondere deshalb, da eine nummer von earth (land of some other order vom album aus 05, hex) die überhaupt erste nummer war, die ich in der blue box zum einstand unseres country-clubs aufgelegt hab. weil ich nämlich den eindruck hatte, mit earth ließe sich am besten darstellen, was mir da vorschwebte: cross country…

country soll als reverenzpunkt begriffen werden, als muster, als sehnsucht und urangst, soll windige geisterstädte in verlassener einöde evozieren, den soundtrack zu wüsten im mondlicht geben – der wilde westen als metapher für die per se einsame existenz des menschen.

hibernaculum

hört euch das an – und sagt mir, was euch dabei durch den kopf geht:
Earth: Ouroboros Is Broken (yousendit Link)
Earth: Coda Maestoso In F (Flat) Minor (yousendit Link)

oder aber: lagerfeuer in unendlicher prärie, bisonherden und apachen am kriegspfad – wohlwissend, dass dieser krieg nicht gewonnen werden kann. sehenden auges in den untergang, natur, die zivlisiert werden muss. und damit ihrer natürlichkeit verlustig gehen muss. thema der dritten platte von tomahawk, einem projekt von mike patton (dem umtriebigen mastermind von faith no more) und duane denison (dem gitarristen von the jesus lizzard): anonymus. duane denison reiste für diese platte ein jahr durch die USA, um in indianerreservaten originalgesänge der einzelnen stämme aufzunehmen – da es keine komponisten der stücke gibt, wurde die platte anonymus genannt.

anonymus

auch wenn es mitunter etwas bemüht klingt, wenn sich die fraglos exzellenten musiker an den indianischen gesängen abarbeiten, ist es mit sicherheit ein interessantes unterfangen. von dezenten annäherungen – wie etwa dem war song zu beginn – bis zur winnetou-mäßigen anbiederung bei der antelope ceremony reicht das spektrum, von elektronischen beats bis zu harten metal-riffs wird jedes musikalische mittel auf seine tauglichkeit geprüft, um mit einem countryesken gitarrenlick zu enden: it was a long, long weary day.

Tomahawk: Mescal Rite I (yousendit Link)
Tomahawk: Antelope Ceremony (yousendit Link)

bruckner.

08. februar 2008: cross country im pulse, ab 21.00 uhr

Veröffentlicht in cross country mit Tags , , , am Januar 28, 2008 von wecrosscountry

liebe leute, nachdem uns ja im herbst letzten jahres das musikkiosk verlustig ging – oder vielmehr: dem musikkiosk die erlaubnis dort musik zu spielen – haben wir uns auf die suche nach einem neuen ort gemacht – und siehe da, wir sind fündig geworden: lilo vom pulse lässt uns dort wiederauferstehung feiern…

cross country 0802