soundcheck

da gabs 2 platten 07, die meines erachtens unbedingt noch erwähnt werden müssen.
einerseits: haben earth 07 nach zwei jahren wieder ein album rausgebracht, hibernaculum – und ich erwähne das insbesondere deshalb, da eine nummer von earth (land of some other order vom album aus 05, hex) die überhaupt erste nummer war, die ich in der blue box zum einstand unseres country-clubs aufgelegt hab. weil ich nämlich den eindruck hatte, mit earth ließe sich am besten darstellen, was mir da vorschwebte: cross country…

country soll als reverenzpunkt begriffen werden, als muster, als sehnsucht und urangst, soll windige geisterstädte in verlassener einöde evozieren, den soundtrack zu wüsten im mondlicht geben – der wilde westen als metapher für die per se einsame existenz des menschen.

hibernaculum

hört euch das an – und sagt mir, was euch dabei durch den kopf geht:
Earth: Ouroboros Is Broken (yousendit Link)
Earth: Coda Maestoso In F (Flat) Minor (yousendit Link)

oder aber: lagerfeuer in unendlicher prärie, bisonherden und apachen am kriegspfad – wohlwissend, dass dieser krieg nicht gewonnen werden kann. sehenden auges in den untergang, natur, die zivlisiert werden muss. und damit ihrer natürlichkeit verlustig gehen muss. thema der dritten platte von tomahawk, einem projekt von mike patton (dem umtriebigen mastermind von faith no more) und duane denison (dem gitarristen von the jesus lizzard): anonymus. duane denison reiste für diese platte ein jahr durch die USA, um in indianerreservaten originalgesänge der einzelnen stämme aufzunehmen – da es keine komponisten der stücke gibt, wurde die platte anonymus genannt.

anonymus

auch wenn es mitunter etwas bemüht klingt, wenn sich die fraglos exzellenten musiker an den indianischen gesängen abarbeiten, ist es mit sicherheit ein interessantes unterfangen. von dezenten annäherungen – wie etwa dem war song zu beginn – bis zur winnetou-mäßigen anbiederung bei der antelope ceremony reicht das spektrum, von elektronischen beats bis zu harten metal-riffs wird jedes musikalische mittel auf seine tauglichkeit geprüft, um mit einem countryesken gitarrenlick zu enden: it was a long, long weary day.

Tomahawk: Mescal Rite I (yousendit Link)
Tomahawk: Antelope Ceremony (yousendit Link)

bruckner.

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