grande dame des southern soul

candi staton

candi staton

candi staton gastierte am dienstag im porgy&bess – rammelvoll und in südstaatenadäquater hitze präsentierte sich dieses, sodass meinereiner und die gräfin zu tun hatten einen platz zu finden, wo von der soulgöttin mehr als der rostrot gefärbte schopf zu sehen war. das hatte zwar den vorteil, dass wir der dame ganz gut auf die recht jung gebliebenen hüften gucken konnten, allerdings zur folge dass der sound recht ungemischt daher kam und statons organ zu wenig druckvoll in unsere ecke gelangte… (von olfaktorischen sensationen in folge der hitzebedingten schweißproduktion schweige ich ganz gentlemanlike)…

zum einen: zu schreiben ist, dass die dame durchaus motiviert erschien, die band professionell durchs programm pflügte, mitunter freudvoll, es nach zwei zugaben wirklich genug war und wir in den lauschigen frühsommerabend flohen… (im porgy gibz tatsächlich ein generelles rauchverbot, ein erstaunliches erlebnis)…

zum anderen: war die programmauswahl eine recht club- und discomäßige, was uns dann doch ein bissl leid tat, da wir ja eher die countryeskeren entwürfe ihres souls zu schätzen wissen. und gleich zwei elvis-covers (suspicious minds und in the ghetto)… nunja, nicht dass die nummern großartig sind – allerdings, wird man/frau dann ja doch immer am original gemessen – und da hatten wir dann unisono den eindruck, dass der king doch recht deutlich höher einzustufen ist…

anyway: es war schön der dame zuzuhören. allerdings: dem live-erlebnis einer sharon jones kam sie nicht ansatzweise nahe…