save the date: 13/2, ab 21.00 uhr

cross country im stadtbahn (hübscher flyer folgt noch),
in voller besetzung –
mit weidinger, k!fm & bruckner… yihaaaaaa!!

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himmel –

mumford & sons – die wären mir glatt entgangen – hätte die gräfin das nicht irgendwo irgendwie aufgeschnappt und in typisch gräflicher weise auch gleich den entsprechenden tonträger (sigh no more) geordert, diese platte wär glatt&komplett an mir vorbei gegangen: und es wär EWIGLICH schad! weils ein goldstück ist – und unbedingt noch eingang in die „best of 09“ finden muss: großartiges geschrammle, schöne texte, druckvoll gespielt… große empfehlung!

Zwei Höhepunkte beim 10 Jahre Fest von klingt.org

Gastkommentar von Daniel Pabst:

photo: (cc) david murobi

Die österreichische, internet-basierte Plattform für moderne Musik Österreichs feiert ihr 10 jähriges Bestehen und unterstrich dies mit 2 Festtagen in Wien (16.1.) und Wels (15.1.). Das gestrige Fest in Wien/ Brut/ Künstlerhaus zeigte die Vielfältigkeit der „org klingenden“ Musiker so gelungen, dass man kaum etwas zu kritisieren hat. Es zeigte die blühende Subkultur Wiens, die mittlerweile Zeit hatte zu reifen und eine Qualität erreicht hat, die im internationalen Vergleich selten geworden ist. Im Zentrum der gelungenen Programmierung stand das klingt.orgestra unter der Leitung von Dieb 13, welches einen guten Querschnitt der Musiker zeigt. Das 14-köpfige Klanggebilde hat offenbar einige Zeit investiert um eine straffe Konzeption zu erarbeiten und überrascht mit exakter und feinfühliger Umsetzung. Mit vielen interessanten Klangideen. Nach dem Motto weniger ist mehr ist das orgestra einfach gut. Es versteht die Besonderheit Musiker aller Stile zu einer Musik voller Offenheit und Toleranz zu führen. Es tut gut, einen Klangkörper zu erleben der elelektronische Musik, Free Jazz, Pop, Underground, Punk, zeitgenössische Kunstmusik, ethnische Musik, ua. zu einem lebendigen und reifen Statement vereint. Ein schöner Beweis was entstehen kann, wenn man mit Toleranz auf musikalische Kulturen unterschiedlicher Herkunft zugeht.

Orgestra line up: tim blechmann – supernova, bernhard breuer – drums, angelica castello – recorders & electronics, dieb13 – turntables, silvia faessler – ppooll, klaus filip – ppooll, susanna gartmayer – clarinet, noid haberl – cello, manuel knapp – precast video, peter kutin – sound alchemy, elise mory – keyboards, billy roisz – video, martin siewert – guitars & electronics, oliver stotz – guitars & electronics

Ein zweiter Höhepunkt war die Allstar Band „broken heart collector“ mit raumschiff englmayer/elektrogitarre, ratti derhunt/bassgitarre, dd kern/schlagwerk, maja osojnik/gesang und susanna gartmayer/bassklarinette. Vielleicht könnte man das stilistische Konzept der Band mit Sonic Youth vergleichen. Der Kern der Band sind die Protagonisten der Band BulBul, erweitert durch 2 beängstigend energetische Frauen – Maja Osojnik/Susanna Gartmayer. Auch hier prallen viele Genres aufeinander und verschmelzen zu einem reifen Klangkörper der voller Trauer in leisen Momenten, voller Wut in lauten Momenten, aber in jedem Moment authentisch schockiert.

Bravo klingt.org, Bravo Dieter Kovacic alias Dieb 13!!! Wir freuen uns auf die nächsten 10 Jahre und behalten die ersten in schöner Erinnerung.

best of 09

nun denn – auch heuer wieder die allseits beliebte übung betreffend die spannendsten platten aus 09 – wie schon die letzten beiden jahre, werd‘ ich wiederum ein kurze auswahl in den genres alternative, country und soul listen.

im genre alternative schien mir am herausstechendsten animal collective mit merriweather post pavillion, womit ich mich wieder mal auf recht sicherem terrain bewege – pitchfork media hat in ihrem ranking so entschieden wie auch stereogum. spielt ja im grunde keine rolle – definitiv auch bemerkenswert war grizzly bear mit veckatimest : manche sehen da sowas wie eine entscheidung zwischen progressiv und handwerk – also die einen nerds, die knöpferl drehen, die anderen, instrumentalisten, die alles selbst einspielen. seis drum. von meiner warte aus, ist animal collective jene band, die über 09 hinaus die wesentlicheren akzente setzte… aber: was weiß ich schon… zum beispiel, dass mir insbesondere noch florence and the machine mit ihrem debut lungs auffielen, als lärmendes, poppiges exempel dafür wie sich indierock im club anfühlt.

im countryesken bereich, wo ich naturgemäß eine substanziell viel größere menge an in frage kommenden platten gegeneinander abzuwägen hab, war für mich die die schönste platte tom russells blood and candle smoke – immerhin rang 10 auf der bird list. teilweise wird russell dabei von calexico etc. unterstützt – womit schon klar ist, wie man sich die platte vorstellen kann – der santa ana wind trägt einen von kalifornien in die wüste rein, calexicos bläsersätze geben den soundtrack zu einer wunderbaren country-stimme… dann natürlich: the low anthem mit oh my god, charlie darwin – nicht fest zu legen, von bluesrock-stompers zu bluegrass, von weirdfolk zu balladeskem… alles da – und trotzdem nicht kreuz und quer… eine lange tradition von country-duetten setzen buddy & julie miller mit written in chalk fort – und das auf wirklich gelungene art&weise – tlw. unterstützt von größen wie patty griffin, emmylou harris oder robert plant.

tja – und wie immer, das sorgenkind soul: 2009 gab’s allerdings mayer hawthorne, „die currywurst des soul“ (c Zeit) mit a strange arrangement – einer wunderbaren platte von einem der vom hip hop beim soul landete… großes kino! just watch this… außerdem: lee fields macht soul wie in den 60ern, kein wunder – seine karriere reicht tatsächlich so weit zurück. mit my world versucht er sich an der retrowelle, die mit den dap kings ihre herausragenden vertreter fand – und das mit souveränität.