eine offenbarung

es ist im grunde vollkommen unbegreiflich wie dieser mann das macht. die rede ist von reverend peyton. ein hüne von mann mit kariertem hemd und ausgebeulten hosen. eine schiebermütze thront am vollbartumkränzten kopf, die augen leuchten, schauen munter in die menge: ready to roll? fragt er ins gut gefüllte chelsea, bevor er seine hymne anstimmt: when i say clap your hands, it’s on you – clap! hey you, how can you clap your hands when you hold a beer? finish it, faster… clap!

reverend peyton

© Ulf Woitakowski

und die menge klatscht, stampft, rumpelt… während der reverend seinen predigtdienst am altar von country, blues und punk verrichtet: indem er auf einer gitarre gleichzeitig bass und melodie spielt. unfassbar. und für die, die es nach den ersten nummern noch nicht bemerkt haben, erklärt er es dann noch ganz genau: das macht er mit dem daumen – also den bass. und dann gibz da noch mindestens vier finger, mit denen sich höllisch viel an melodie spielen lässt. un-fass-bar. und der rest der familie?

breezy peyton

© Ulf Woitakowski


der cousin aaron malträtiert das schlagwerk, gattin breezy streichelt ein waschbrett kaputt. und nachdem das bis zum schluss nicht recht gelingen will, zündet sie es zum abschied kurzerhand an. YES! READY TO ROLL!