full hit of sommer festival, arena, 20/6

Bild

foto by patrick muennich (thegap)

der vollständigkeit halber – mittwoch war ich beim tag 1 des full hit of summer festival in der arena. hauptgrund waren die two gallants, deren arbeit im gefolge von bright eyes wir letztjährig verpassten. auf grund eines regengusses, der wohl ausschließlich als schleusal bezeichnet werden kann. nun – auch heuer sollte die witterung eine durchaus bedeutende rolle spielen.

allerdings: zu spät kam ich diesjährig nicht. im gegenteil – ich durfte auch M185 lauschen, den jungen österreichischen noise-rockern, die 2012 den amadeus award abräumten. solide und gefällig arbeiteten sie sich durchs noch recht junge oeuvre, das publikum war noch eher im sommerlichen ruhemodus, sodass einzelne euphorieschreie mit einem danke von der bühne beantwortet wurden.

dann die two gallants: connor oberst bezeichnete sie als „fuckin weirdos“ – meinetwegen. allerdings würde ich dem noch hinzu fügen, dass die beiden nicht unbedingt rampensäue sind. sie prügelten sich zwar recht anständig durch ihre interpretation von bluesrock, dabei schien es jedoch herzlich wurscht, ob vor der bühne auch menschen sind. und dass selbige eventuell zu adressieren wären. schade.

dann also der haupt-act: the eagles of death metal. man könnte sie als das komplette gegenteil von den two gallants sehen. was jene an ignoranz dem publikum gegenüber zeigten, überkorrigierten die eagles. eine showtruppe mit show-schweinerock in der atavistischsten form. grunz. leider war das dann so langweilig, dass ich mich mit twitter zu vergnügen begann… und dann – wie angekündigt – verdüsterte sich der himmel und öffnete schleusal die schleusen. weswegen ich mich blitzschnell via roller heimwegs verzog und auf die phänomenalen händeklatscher (the phenomenal handclap band) verzichtete (hat die jemand gesehen? wie war das?).

bruckner & kloepfer (sitzdisko) am samstag den 16. juni im café stadtbahn, ab 21.00

nach dem ausflug ins wienerlied im märz, reisen der kloepfer und ich im juni wieder quer durch die un(v)ermesslichen weiten des countryesken liedguts. so jemand lust und zeit und laune hat, unseren launischen beiträgen und hörbeispielen zu lauschen so freuen wir uns selbstredend ganz überbordend über besuch im altehrwürdigen dafe stadtbahn

Bild

2/6 rhiz: delaney davidson


delaney davidson ist ein erlebnis – und war es am samstag. um etwa halb elf enterte er die bühne des – erstaunlicherweise – gerammelt vollen rhiz, begrüßte freundlich, in durchaus verständlichem deutsch das noch etwas verhaltene publikum, um es mit ein zwei liedern um den finger zu wickeln und sogar zum walzer tanzen zu verleiten. das muss dir erst mal gelingen. in wien. mit wienerInnen.

nun, der mann sieht recht harmlos aus in seinem vernudelten schwarzen anzug mit passender schmaler krawatte dazu – hat es allerdings faustdick hinter den ohren. da denkt man sich: was kann das schon können – einer allein, mit gitarre, altem reisekoffer mit aufklebern aus aller welt. aber dann… spielt er zuerst mal einen rhythmus ein, dann trommelt er sich den takt, dann gibt’s noch ein bissl mundharmonika zum drüber streuen – und je nach belieben, säuselt er im gefühlvollen bariton von tod und teufel oder lässt via 50s-mikro direkt den blues im rhiz ein ständchen halten… eine 5-leute combo hat großes vor, wenn sie eine ähnliche performance ins auge fasst.

ein großes danke ans rhiz und die veranstalter – und: many thanks mister delaney, wir freuen uns auf nächstes jahr – bis dahin wieder aus der dose. für alle am genre interessierten beispielsweise wieder am 16/6 im cafe stadtbahn, wo der herr kloepfer und ich wieder mal crosscountry machen werden. im wahrsten sinne des wortes…