Ein ganz formidabler DJ-Abend…

…entwickelte sich des Samstags, nachdem die definitiv sehr engagiert zu Werke gehenden Herren von My House in Spain ihr Gitarren wieder in den Koffern versorgt hatten.  Das Stadtbahn war gut gefüllt – sogar Tanzwütige fanden sich im Publikum, die nicht zögerten, dem Stadtbahn das Attribut Tanzcafé anzufügen. Und erstmalig in Kloepfers und meiniger durchaus schon einige Jahre sich hinstreckenden Zeit als Dosenmusikunterhalter bekamen wir von Besucherinnenseite nicht Alkoholisches spendiert, sondern: Schmattes! Wahrhaft denkwürdig – und memorabel, was dankenswerterweise die Frau Kumpfmüller übernahm.

Kloepfer & Bruckner

19/1/2013, cafe stadtbahn, (c) kumpfmüller

Und weil’s gar so schön und unterhaltsam war, hat der Herr Eckhard vom Stadtbahn vorgeschlagen, ob wir dieses Country-Gewurstel nicht regelmäßig machen wollen – so zum Beispiel einmal im Monat – und weil wird prinzipiell schon wollen gibt’s auch gleich eine Terminankündigung: Am 2. März wird’s also wieder Country geben – und das Ganze heißt: Über’s Land. Wir freuen uns.

 

Konzertausblick 2013, so far…

Weil das kürzlich ein Thema war – will ich kurz zusammen schreiben, welche Konzerte ich mir für heuer schon notiert habe und die ich folgedessen auch zu besuchen empfehle:

Der überaus umtriebige Othmar Loschy hat es geschafft Dale Watson am 12. Februar ins Shelter zu bestellen – darauf muss man sich ganz überbordend freuen und kann jetzt schon mal die Tolle bürsten…

Harte Konkurrenz für Dale – da die 60s-Nostalgiker Raveonettes am selben Tag die Arena entern…

Am 7. März ist übrigens zu erwarten, dass sich Hinz und Kunz um den Einlass im Gasometer prügeln – die britischen Everybody’s Darling’s Mumford & Sons werden erwartet (Georg, ich seh‘ dich schon im dritten Hieb zelten…). Wem das zu Mainstream ist, der könnte sich beispielsweise ins Chelsea verkrümeln, wo Bobby Geloso von seinen größten Fehlern im Leben berichten wird – und Toni Ramone (der Dribbelkönig des SG Funkenflug) Gitarrensolis fabriziert.

Worauf ich mich schon sehr freue, ist: Das Berliner Experimentalelektroniktechnoprojekt Brandt Brauer Frick spielt am 11. März im Chaya Fuera!

Das B72 glänzt am 21. März mit Jake Bugg – den viele Music-Blogs in ihren Best-of-2012 Listen hatten – Obacht!

Worauf die HornbrillenträgerInnen unter uns wohl schon schwer süchtelnd warten, ist der Auftritt von Tocotronic am 9. April in der Arena. Und aufs erste Reinhören, muss ich zugeben, das klingt nun mal eben nicht schlecht…

Wem eher nach HornbrillenträgerInnenverarsche ist, dem sei der rockige Rocko Schamoni empfohlen, der sich am 18. April im WUK die Ehre gibt.

Am 3. Mai kommt – wiederum dank des unermüdlichen Othmar – Kinky Friedman ins Aera – der definitv scharfzüngigste texanische Jude, der überhaupt vorstellbar ist…

Worauf der Sandwurm schon verwiesen hat: Mark Oliver Everett alias E kommt mit seinen definitv nicht so stromliniengeformten Eels am 21. April in die Gasometer. (Zwei Tage zuvor ist im selben Etablissement Lana Del Rey zu besichtigen, was ich allerdings nicht als Empfehlung verstanden wissen will.)

Richtig herzhaft die Seele aus dem Leib tanzen ließe sich wahrscheinlich am 19. Juli auf der Burg Clam, wenn Parov Stelar dort elektrisch eklektisch schwingt.

Florian Horwath verwandelte das Cafe Stadtbahn…

…in einen Kindergeburtstag als er – sehr zum Missfallen von Herrn Eckhard – Kindergeburtstagslichter verteilte: Ein amüsanter Widerpart zum besungenen Teufel, zur eher an Pech und Schwefel gemahnenden brodelnden Atmosphäre im Stadtbahn, wo kein Stehplatz mehr frei war – und Atemluft nur mit hoher Nikotinkonzentration zur Verfügung stand.

florian horwath, cafe stadtbahn, 12/1/2013

Was dem Vergnügen allerdings keinen Abbruch tat: Horwath und seine Mitmusiker (Kyrre Kvam , Boris Fiala und Stefan Galler) präsentierten sich in Spiellaune und gaben nach kurzen Außenluftschnapppausen auch noch Zugaben – das hatte beinah‘ etwas Suizidales…

florian horwath, cafe stadtbahn, 12/1/2013

florian horwath, cafe stadtbahn, 12/1/2013

florian horwath, cafe stadtbahn, 12/1/2013

kyrre kvam, cafe stadtbahn, 12/1/2013

Und neben der erfreulichen Tatsache, dass dem Herrn Horwath am altehrwürdigen Cafe Stadtbahn gelegen ist und er selbiges konzertant beehrt, ist außerdem schon jetzt drauf hin zu weisen, dass selbiger Herr Horwath die Greisslerei am Lidlberg wieder zum Leben (Schöffelgasse 13, keine 100 Schritte vom Stadtbahn!) erwecken will, wo er dann ebenfalls akustisch zu Werke gehen wird. Wir freuen uns schon jetzt, ganz außerordentlich!