Über’s Land: 1. März im Café Stadtbahn ab 20.30 – Live: Vodnyansky

Über’s Land 1. März 2014

Über’s Land 1. März 2014

Advertisements

Sparkle Drive am 7/2 im Down Under, ab 20.00 Uhr

Die Funken werden fliegen, ihr werdet den Präriesand zwischen euren Zähnen spüren, Blitz und Donner, Regengüsse. Neumeister, Mayerhofer und Gantz werden beweisen, dass Down Under nicht unbedingt Australien meinen muss…

Alex Gantz, Max Mayerhofer, Andi Neumeister

Sparkle Drive (Alex Gantz, Max Mayerhofer, Andi Neumeister)

Molden Resetarits Soyka Wirth: Ho Rugg

Beileibe nicht und keinesfalls möchte ich die Wichtigkeit und Funktion der Herren Soyka und Wirth im Quartett mit Willhelm Resetarits und Ernst Molden herunter spielen, gar negieren.

(c) Wolfgang Zac

(c) Wolfgang Zac

Im Gegenteil, sie grundieren und bereiten die Atmosphäre für das Duo Resetarits/Molden, das immer mehr wie eine zeitgemäße Fortschreibung von Qualtinger/Heller wirkt – auf den Spuren des Wienerlieds die Verfasstheit des Ostösterreichischen dokumentiert, mit dem Gravitationszentrum Wien und Ausläufern bis zum Neusiedlersee über Kritzendorf bis hinein ins tiefste Waldviertel. Und eben jene Verfasstheit mit den Mitteln des Blues zu greifen versucht, sie fest schreibt in kleinen Gschichterln und Anekdoten, ihnen einen Korpus gibt in der Melancholie, jener zutiefst Wienerischen Befindlichkeit zwischen Glücklich- und Endlich-Sein.

Das Quartett präsentierte den neuen Tonträger im wunderschönen Stadtsaal, das Publikum war dankbar und gerührt. Eine Empfehlung: Ho Rugg.

Ho Rugg

Ho Rugg

Alabama liegt in Südtirol

Oder umgekehrt. Dominik Plangger spielte zusammen mit Claudia Fenzl, Alessandra Cecala und Mauro Ferrarese eine Ramblin‘ Man Session im Café Stadtbahn – und wer nicht dort war, ist aufrichtig zu bedauern.

Nach dem Kindergeburtstagsfest von Florian Horwath und dem Funkenflug von Sparkle Drive wieder ein Konzert beim Herrn Eckhard, das zur Legendenbildung beiträgt…

Claudia Fenzl, Alessandra Cecala, Mauro Ferrarese, Dominik Plangger

(c) Roman Sonnleitner

Dass das Liedgut des Namensgebers der Session eine ausgiebige Würdigung erfuhr, bedarf wahrscheinlich keinen weiteren Ausführungen. Weil zu nahe liegend. Das wie muss allerdings hervorgehoben werden: Routine ist der Tod jedes Cover-Musikers – weshalb der Session-Zugang wahrscheinlich der einzig adäquate ist, wie man sich dem Thema widmen kann, ohne sich dabei in Mustern zu verlieren und also selbst zum Muster zu werden. Nichts von alledem: Plangger, Fenzl, Ferrarese und Cecala beweisen, dass man nicht in Alabama geboren sein muss, um beherzt und also mit Seele Hank Williams-Songs interpretieren zu können. Was meines Erachtens den Schlüssel für das euphorisierende Moment ihrer Performance darstellt: Seele. Es war beinahe so, wie wenn die Seele des großen alten Schmerzensmannes kurz durchs brechend volle Stadtbahn schwebte, wie wenn sich der Zigarettenrauch einen Moment lang zu seinem Antlitz verdichten würde, den Hut ein bisschen aus der Stirn gedrückt, mit akkurat geknoteter Schleife, saß er auf Planggers Schulter und lächelte – und wir alle sangen lauthals:

Son of a Gun, we’ll have big fun on the Bayou…

Übrigens: Alle denen es nicht vergönnt war, diese legendäre Session zu sehen –
es gibt Morgen, am Dienstag im Headquarter in der Beckmanngasse eine neuerliche Chance.