Nine Inch Nails – Bericht eines Unbeteiligten

Ich habe ja im Grunde keine Ahnung, von Nine Inch Nails, Trent Reznor, Industrial. Nichtsdestotrotz verschlug es mich aufs Konzert in der Wiener Stadthalle.

Ein brütend heißer Sommerabend, Unmengen schwarz gewandeter Menschen, Tattoos und Piercings, bleiche Hauttöne und viel Kajal. Reznor entert samt Keyboarder und Gitarrist Schlag Neun die Bühne, hinter ihm eine Art digitaler Vorhang, digitale Beats, Reznor befragt sich selbst nach dem Seins-Status: Me, I’m not. Weil bloß Kopie. Das hat schon Witz. Ist allerdings in seiner Ausformulierung komplett witzlos. Nein, Witz ist Reznors Sache nicht. Ironie? Auch nicht. Folgerichtig fällt der Vorhang und lässt den Blick auf den wild berserkenden Drummer fallen. Nun haben wir es mit knochenhartem Metal zu tun. Kollektiv wird Head-gebangt. Ich bin beeindruckt. Wir nicken uns in den Untergang. Nach dem Geknüppel folgt Gefrickel. Der Vorhang fällt, Visuals werden projiziert, die auch ins Kraftwerk-Set im Burgtheater gepasst hätten.

NIN (c) Eva Reschreiter

NIN (c) Eva Reschreiter

Und dann schlussendlich, als allerletzte Zugabe, der Song, den sogar ich mitsingen konnte – Hurt – wobei mir das Johnny Cash Cover nach wie vor besser gefällt…

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