Kein rosten in der Stadthalle: Neil Young

So blieb es denn dabei, dass ich beim Hingehen Hey hey, my my,…  vor mich hinträllerte, da Herr Young es nicht in der Setlist hatte und mir damit verwehrt blieb, es im Original zu hören (und wovon Doc Holiday vor Jahren schwärmte). Was das Erlebnis allerdings nur geringfügig schmälerte…

Neil Young (c) APAweb, Hans Klaus Techt

Neil Young (c) APAweb, Hans Klaus Techt

Neil Young gastierte mit seinen Crazy Horse in der Wiener Stadthalle, im Hintergrund zwei Backgroundsängerinnen, die den Wüterich zu besänftigen suchten. Gewütet wurde zuallererst mit Stromgitarren, dann folgte ein kurzes Akustikset im Alleingang mit Mundharmonika, wo Young den jungen Dylan und den young Young gab, um das ganze wiederum elektrisch zu beenden, mit dem programmatischen Who’s Gonna Stand up and Save the Earth. Schließlich a capella vor dem Publikum vorgetragen, Arm in Arm, selbiges ansprechend: You, you, you… nunja, darauf würde ich nicht setzen. Was wiederum vielleicht die verkrampften Mundwinkel erklärt: Wenn du ernsthaft Hippie sein willst, hast du in dieser Welt schlechte Karten. Da gibt es überall so viel, das im Argen liegt, da ist Schluss mit lustig und Gelache. Wenn Young an diesem Abend lächelt, dann sieht es eher nach Nostalgie aus, wenn er ein Riff anspielt und Poncho Sampedro begeistert zu nicken beginnt und auf Native American macht. Oder am Ende der Show, die Nachricht verkündet ist und kurz die Hoffnung besteht, dass damit vielleicht irgend etwas in Bewegung gesetzt werden kann – brennen, bis zum Schluss.

 

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