The Fried Okra Band, ab 21.00 Uhr im Local

Hinzuweisen ist mit absoluter Dringlichkeit – heute Abend wird wieder einmal bewiesen, dass die Südstaaten Amerikas kein geografischer Begriff sind, sondern vielmehr ein Gefühl, ein Gespür für das Leben, die bloße Existenz, in all ihrer Dringlichkeit – und Ärmlichkeit. Dafür bedanken wir uns einmal mehr, beim großartigen Herrn Loschy.

Gottfried David Gfrerer

Gottfried David Gfrerer @ das Bach

Froh sind wir darüber hinaus, dass Gottfried David Gfrerer, von der Karriere als hauptberuflicher Revolverschütze abgesehen hat und Gitarrist wurde. Es war ein Ereignis diesem Mann zu zu hören und jedem/jeder der/die sich das entgehen hat lassen, sei hiermit versichert: Sein/ihr Leben wird weniger reichhaltig sein, so das nicht nach geholt wird.

Herzerfrischend war dann ebenfalls noch, das Zusammenspiel mit den ambitionierten Ghost And the Machine.

Gottfried David Gfrerer + Ghost And the Machine

Gottfried David Gfrerer + Ghost And the Machine

5. Jänner: Tribute to Hank Williams & Townes Van Zandt

hank williams

Hank Williams

Unser aller liebster Konzertveranstalter, der beherzte Herr Othmar, verortet das diesjährige Tribute zu den beiden Erzengeln der ruralen Traurigkeit in der herzerwärmenden Betonwanne des Fluc. Wir werden uns nicht abschrecken lassen und trotzdem hingehen.

Townes Van Zandt

Townes Van Zandt

Reverend Shine Snake Oil Co. – 29. Oktober ab 21.00 Uhr im Fluc

Der dänische Reverend gibt sich – und also: uns – in den Betongewölben des Fluc die Ehre, Rewolfinger geben den passenden Support. Dass der Süden Amerikas in den Herzen der Menschen zu Hause und völlig unabhängig von Geographie ist, sollte spätestens nach der Andacht des Reverends klar sein. Hingehen und demütig das Haupt senken.

Sitzdisko: 31. Oktober im Downunder, ab 21 Uhr

Sitzdisko, 31.10.2014, Downunder

Sitzdisko, 31.10.2014, Downunder

Herr Kloepfer lädt mich zur Sitzdisko ins lauschige Downunder ein, wo wir uns vornehmen, das Totenfest mit einem passenden Soundtrack zu versehen.

‚Cos there’s no peace
On this terrible shore
Everyday is a battle
how we still love the war…

Mit Daniel Romano weinen

Für einen Abend wurde aus dem Local, eingezwängt zwischen Gürtel-Brücke, U-Bahn und Straßenbahn, umtost vom Straßenverkehr und ausgeleuchtet in Gelblicht, ein Honky-Tonk somewhere in the middle of nowhere. Ein einsames Licht, umgeben von undurchdringlicher Nacht.

Eine Steele-Gitarre dringt anklagend nach draußen, eine Violine pinselt traurige Striche.

Daniel Romano, 9/10 Local, Wien

Daniel Romano, 9/10 Local, Wien

Ein Mann besingt sein ewiges Unglück, wütet ob der beständigen Ungerechtigkeit, der auszuweichen er nicht imstande ist. Im Gegenteil, der Becher muss bis zur Neige ausgetrunken werden, was dem Kopf klar sein mag, macht für das Herz noch lange keinen Unterschied.

They say time can take the pain away, because time changes everything.
But time forgot to change my heart. Yes time forgot to change my heart.

Daniel Romano, 9/10 Local, Wien

Daniel Romano, 9/10 Local, Wien

Und – wir weinten nicht, wir übten bloß eine neue Rolle.

I’m not crying over you,
I’m not crying over you,
you might think so, but you’re wrong
know that feeling’s dead and gone
there’s crying, but is just a role I’m working on.

Daniel Romano war dank Othmar Loschy in der Stadt, die Freundin seiner Schwester, die uns vorab mit melancholischen Liedern beglückte, bekam von Roman Sonnleitner Geburtstagsküchlein überreicht, die Rührung stand uns allen ins Gesicht geschrieben. Nur der Steele-Gitarrist und die Bassistin, die verzogen keine Miene.