22/9 konzerthaus (nachtrag): calexico (support laura gibson)

laura gibson machte den support für calexico, bei deren konzert im konzerthaus. so sehr ihre stimme beeindruckt – am besten war sie im duett mit joey burns. schon am ende ihres sets interpretierten sie zusammen „all the pretty horses“ – am ende von calexicos auftritt sollte es dann noch ein leonard-cohen-cover sein, welches schlicht nur als fantastisch bezeichnet werden kann.

calexico selbst gaben – glücklicherweise – nicht ausschließlich stücke von „algiers“ – ihrem letzten album – zum besten, sondern versorgten auch mit den gut abgehangenen klassikern. und: die fahren nach wie vor – die hölle. bläsersätze, slidegitarre, alles was das waidwunde südstaatenherz hören muss, um eine träne in die zerfurchten wangen zu zerdrücken.

so standen wir denn da, nach der DRITTEN zugabe, verheult wie die schulkinder und wünschten uns, dass die herren möglichst bald wieder mal nach wien kommen würden… (und die chancen stehen nicht schlecht, da burns ja betonte, das konzerthaus sei ihm der liebste konzertort überhaupt!)

Advertisements

lambchop, 27/2 konzerthaus

Bild

(c) dapd

kurt wagner ist ein mann der leisen töne. und lambchop, die band, der er die stimme gibt, beserlt dezent im hintergrund. mitunter: sehr dezent. courtney tidwell, die zur einstimmung die vorsängerin machte, akzentuierte phasenweise, sirenierte – quasi kontrapunktisch zu wagners kontrabariton. so blieben denn am meisten in erinnerung, die kurzen dialoge zwischen kurt wagner und tony crow, dem pianisten, der offensichtlich – neben seinem sinn fürs jazzige klavier – auch durchaus unterhaltungsmäßiges im schilde führte. zum glück.

heute abend, 27/2 konzerthaus: lambchop ab 21.00

der überaus lässige und sympathische kurt frederick wagner gibt sich heut abend die ehre, begleitet von seinem ensemble, das sich ganz uncharmant lambchop nennt und der bestechend schönstimmigen courtney tidwell… leute, wenn es einen pflichttermin des abends gibt heut. dann genau den.

kurt frederick wagner

kurt frederick wagner, lambchop

vorgestellt wird dabei das neue album, das ungehört empfohlen werden kann. weil dem mann zu trauen ist. im unterschied zu vielen anderen dingen in österreich. aber das ist eine andere geschichte.

der modfather

paul weller, 50 – ebenso wie prince, madonna und michael jackson – ein jahrgang, der popgeschichte schrieb,  gastierte gestern abend im wiener konzerthaus. zu ehren des herren mit dem schrillen haarschnitt  (rod steward meets iggy pop) wurde sogar die bestuhlung entfernt. damit die generation 40 plus ordentlich den mod raushängen lassen konnte – „bank-punks“ wie patrick sehr treffend formulierte. nach etwas mauem beginn – wiewohl nicht so klar ist, ob das nicht an der trägheit des mittelalterlichen publikums lag, brachte weller mit dem style council knaller „shout to the top“ die menge zum toben. anschließend wurde aus dem vollen geschöpft – von northern soul nummern zu sixties pop und psychedelic rock, kein genre, wo sich weller nicht drin versuchte, kein genre, wo er nicht außergewöhnliches zu leisten imstande war – von „from the floorboards up“ über „wild wood“ bis zu „wishing on a star“.

spannend auch das akustik set, wo einige nummern aus seinem neuen album „22 dreams“ auf barhockern sitzend zum besten gegeben wurden, sogar tangorhythmen werden auf ihre poptauglichkeit befragt. um dann – zu guter letzt – als zweite zugabe noch den jam-klassiker „town called malice“ zu bemühen…

sehr schön. im großen und ganzen – es ließe sich wohl an der tontechnik rummäkeln – gut informierte kreise erschlossen mir, dass die wellerschen techniker erst eine stunde vor dem konzert anrückten, was für so ein haus – ähm – schlicht zynisch ist. schad drum, denn nicht umsonst heißt das haus: konzerthaus – anyway – patrick und ich, wir beide waren der meinung, ein feines konzert gesehen zu haben.

Paul Weller: From The Floorboards Up (mp3, yousendit Link)

Paul Weller: Come Together (mp3, yousendit Link)