Reverend Shine Snake Oil Co. – 29. Oktober ab 21.00 Uhr im Fluc

Der dänische Reverend gibt sich – und also: uns – in den Betongewölben des Fluc die Ehre, Rewolfinger geben den passenden Support. Dass der Süden Amerikas in den Herzen der Menschen zu Hause und völlig unabhängig von Geographie ist, sollte spätestens nach der Andacht des Reverends klar sein. Hingehen und demütig das Haupt senken.

Sitzdisko: 31. Oktober im Downunder, ab 21 Uhr

Sitzdisko, 31.10.2014, Downunder

Sitzdisko, 31.10.2014, Downunder

Herr Kloepfer lädt mich zur Sitzdisko ins lauschige Downunder ein, wo wir uns vornehmen, das Totenfest mit einem passenden Soundtrack zu versehen.

‚Cos there’s no peace
On this terrible shore
Everyday is a battle
how we still love the war…

Bob Log III im Wirr: Wrestling the Blues

Der wie aus einem David-Lynch-Film importierte Keller des Wirr in der Burggasse war proppevoll. Anzunehmen wäre gewesen, dass sich Bierbäuche in Lederjacken nebst graumelierten Rossschwänzen tummeln würden, immerhin war Blues angesagt. Allerdings trifft Bob Logs Spielart der Blues-Zertrümmerung via Geschwindigkeit offensichtlich auch eine  weiche Stelle der Hipster-Crowd aus dem 7. Hieb – eine erkleckliche Anzahl an Pudelmützen, Ringel-T-Shirts und Ray Bans mischte sich unter die Alt-Bluesies.

bob logg III

Bob Logg III

Bob Log III erschien in hautengem Nicki-Overall mit Blinklichtern, dazu trug er einen formschönen Glitzer-Vollvisierhelm mit eingearbeitetem Telefonhörer (für die jungeren Semester: Früher war telefonieren nur von fixen Apparaten aus möglich, deren Hörer Mund und Ohr mittels eines Hängels verband, der sich auch vorzüglich dafür eignete, Leute damit zu verhauen…). Und Erscheinen ist keine Übertreibung: Vom Seiteneingang donnern die ersten Bluesriffe in die Menge, von hinten beleuchtet, kommt Bob Log III die Stufen herab, beinahe wie ein Gladiator – oder einer der Wrestler, die früher seine Kostüme für ihre Shows benutzten.

Nennen wir es: Wrestling the Blues.

Bob Log III versammelt alles Schweinische und Unzüchtige des alten Delta-Blues und beschleunigt es ins Surreale, um dann den Rhythmus immer wieder nach Lust und Laune zu brechen, zu zerdehnen und wieder voll anlaufen zu lassen. Mit Basstrommel, Becken und Rhythmusmaschinen bereitet er den Boden für eine Slide-Gitarre, wo kein Mensch bisher wissen konnte, dass die auch so zu spielen ist. Bob Log III veröffentlicht auf Fat Possum – da, wo die alten Schweinigeln des Blues ihr zu Hause hatten/haben, R.L. Burnside etwa, T-Model Ford oder Cedell Davis. Und bei diesen alten Männern ist Bob Log III in die Lehre gegangen, nur dass er deren Coolness und Nonchalance auf die doppelte Geschwindigkeit hochjazzt und damit der Anmaßung á priori eine ironische Spitze gibt. Ich bin weiß und mein Blues deshalb nie schwarz. Und trotzdem perfekt. Wie meine Scheiße.  

18/10 Wirr goes Wirr-Warr: Bob Log III

Die Mutter aller One-Man-Bands wird des freitags in Wien im Wirr Halt machen – und jeder und jede, die den Rumbling Helmet bis jetzt noch nicht zu sehen kriegte, ist sowieso verpflichtet hin zu gehen. Alle anderen, die ihn schon erleben durften, werden sowieso da sein. Wahrlich, der Mann ist ein Ereignis.

 

 

Eine Nummer, wie wenn sie…

für Über’s Land geschrieben worden wäre. Vor meinem geistigen Auge sehe ich den Herrn Kloepfer mit dem heiligen Vinyl wedeln, den Herrn Eckhard geschäftig und souverän zwischen den Tischen huschen – die Luft rauchgeschwängert, verbogene Klänge branden aus den Lautsprechern:

Proud to present: The Bones of J.R. Jones – La La Liar.