zu höchstem dank…

fühl ich mich nicht nur david gedge und seinen wedding present gegenüber verpflichtet, sondern auch und vor allem, dem chrisi, der mich geburtstäglich in die kleine halle (und diesmal tatsächlich) der arena verschleppte, um dort ab halb zehn uhr abends mit „kennedy“ einer tour de force durchs beeindruckende musikwerk der band aus leeds zu lauschen.

nach nicht einmal der halben nummer, verabschiedet sich die erste saite von gedges gitarre – glücklicherweise hat er eine ganze wagenladung davon mit, welche ihm stakkatomäßig zugereicht werden: denn gegen diesen furor ist nicht stand zu halten – andere menschen  gehen holz hacken oder zerdreschen geschirr – gedge allerdings drischt in die saiten. wofür ich ihm sehr dankbar bin. zumal er dann auch irgendwann „interstate 5“ intoniert – was für ein riff… zum nierderknien…

wie insgesamt anzumerken ist, dass die band wie auch gedge selbst bestens gelaunt und hochmotiviert bis euphorisch zu werke gingen und die kleine halle sich nach den ersten beiden nummern als veritabler klangraum verkaufte – alles in allem ein wunderbarer abend: danke chrisi!

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abwegiger kinderreim trifft rockmusik…

fuhr es mir durch den kopf, als daniel johnston nach den ersten beiden solo vorgetragenen liedern mit dem john dear mowing club zurückkehrt und „rock this town“ in die anständig volle kleine halle der arena schmetterte. johnston, der kugelige, zwischen autismus und manie taumelnde genius in sachen lo-fi kleinod, klammert sich ans mikro, der linke unterarm bibbert, als ob ihn krämpfe plagen würden, der blick fixiert die liedermappe…

rock this town

und wie er uns gerockt hat. charmanterweise fragt er auch gleich: „das ist wien, nicht wahr?“ es ist schließlich gut zu wissen wes geistes die menschen sind, denen da eingeheizt wird… nachdem er sich vor sechs jahren im flex, wo er sein wien debüt gab, noch solo am klavier und an der gitarre abgearbeitet hatte, machte der holländische rasenmäherclub ordentlich dampf –  ein fetter kontrabass, ein satte rhythmusgitarre und ringo starr am schlagzeug – wie uns johnston feixend erklärt.

was für ein stichwort.  die wirklich rührende version von „help!“ muss erwähnt werden – johnstons kopfstimme macht aus dem übermütig dahinbrausenden beatles-pop einen tatwirklichen hilfeschrei – wenn die leut im publikum nicht angst gehabt hätten, dass ihnen der liebe dani dann sofort abhaut, wären sie ihm mit sicherheit und sofort zu hilfe gekommen: auf die bühne. aber alle wollten noch ein paar nummern hören und so hielt man/frau sich nobel zurück und applaudierte umso euphorisierter…

ein wahrlich schöner abend: danke sonja!

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