Staatsoper goes Super Soul: 1. Juli 2014

Das Jazzfest Wien beschert uns wieder mal ganz fulminanten Besuch: Morgen, am 1. Juli dieses Jahres, tagt die Super Soul Revue in der Wiener Staatsoper – was bedeutet, dass sowohl die komplett fantastische Misses Sharon Jones zu bewundern ist, als auch der atemberaubende Charles Bradley.

Dass das definitiv die coolste und funkigste Nacht des Jahres wird, kann jetzt schon verlautbart werden.

 

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Sturgill Simpson: Life Ain’t Fair and the World Is Mean

Im LA Weekly wurde kürzlich eine Liste von Leuten abgedruckt, die Country machen, den der/die Interessierte gehört haben muss. Unter anderem Daniel Romano, den ich letztes Jahr schon in die Best of Charts wählte – und den der umtriebige Herr Loschy im Herbst nach Wien lotsen wird. Dass selbiger das 1. Americana Fest in Wien organisiert,  muss ebenfalls erwähnt werden: Ab 18. September ist rund ums WUK  mit erheblich mehr Karohemden und Cowboyboots zu rechnen.

Die LA Weekly listet auch Sturgill Simpson – über den Herrn stolperte ich erst neulich – und war sehr hingerissen…

Well, the most outlaw thing that I’ve ever done
was give a good woman a ring
But that’s the way it goes,
life ain’t fair and the world is mean.

 

Nine Inch Nails – Bericht eines Unbeteiligten

Ich habe ja im Grunde keine Ahnung, von Nine Inch Nails, Trent Reznor, Industrial. Nichtsdestotrotz verschlug es mich aufs Konzert in der Wiener Stadthalle.

Ein brütend heißer Sommerabend, Unmengen schwarz gewandeter Menschen, Tattoos und Piercings, bleiche Hauttöne und viel Kajal. Reznor entert samt Keyboarder und Gitarrist Schlag Neun die Bühne, hinter ihm eine Art digitaler Vorhang, digitale Beats, Reznor befragt sich selbst nach dem Seins-Status: Me, I’m not. Weil bloß Kopie. Das hat schon Witz. Ist allerdings in seiner Ausformulierung komplett witzlos. Nein, Witz ist Reznors Sache nicht. Ironie? Auch nicht. Folgerichtig fällt der Vorhang und lässt den Blick auf den wild berserkenden Drummer fallen. Nun haben wir es mit knochenhartem Metal zu tun. Kollektiv wird Head-gebangt. Ich bin beeindruckt. Wir nicken uns in den Untergang. Nach dem Geknüppel folgt Gefrickel. Der Vorhang fällt, Visuals werden projiziert, die auch ins Kraftwerk-Set im Burgtheater gepasst hätten.

NIN (c) Eva Reschreiter

NIN (c) Eva Reschreiter

Und dann schlussendlich, als allerletzte Zugabe, der Song, den sogar ich mitsingen konnte – Hurt – wobei mir das Johnny Cash Cover nach wie vor besser gefällt…